Freiberger Forscher starten EU-Projekt zur schonenden Rohstoffsuche

05.12.2017 03:30

Freiberg (dpa/sn) - Forscher aus Freiberg haben ein von der
Europäischen Union finanziertes Projekt zur schonenden
Rohstofferkundung gestartet. Bis Oktober 2020 werden in drei
europäischen Referenzgebieten Daten gesammelt und Methoden erprobt,
um ohne Bohrungen unterirdische Rohstoffe zu suchen. Dies erfolgt
mittels Sonden, die an Hubschraubern, Drohnen und Flugzeugen
befestigt sind. Unter Leitung von Wissenschaftlern des
Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) sollen
in den ausgewählten Gebieten Vergleichsdaten für einen nachhaltigen
Bergbau erhoben werden.

Die ersten Flüge sind für das Frühjahr im spanischen Gerena und Minas

de Rio Tinto geplant. Danach folgen die beiden anderen
Referenzgebiete rund um die erzgebirgische Kleinstadt Geyer sowie im
finnischen Sakatti nördlich des Polarkreises.

Ziel sei es, neue Technologien für eine umweltfreundliche
Rohstofferkundung zu entwickeln und zu testen. Wenn die innovativen
Methoden zur Erkundung der Rohstoffe erfolgreich sind, strebt das HIF
dafür eine Zertifizierung an. «Wir wollen der TÜV der Exploration
werden», sagte Projektleiter Richard Gloaguen. Die EU investiert 5,6
Millionen Euro in das Programm.



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