FIFA-Chef spricht mit Europarat über Menschenrechte in Katar

05.12.2017 12:00

Straßburg (dpa) - Die FIFA und der Europarat haben auf Spitzenebene
über Menschenrechte im WM-Gastgeberland Katar gesprochen.
FIFA-Präsident Gianni Infantino und Europarats-Generalsekretär
Thorbjørn Jagland hätten sich getroffen, sagte ein Sprecher des
Europarats der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Paris.

Katar, das die Weltmeisterschaft 2022 ausrichten soll, steht seit dem
überraschenden Zuschlag für das Turnier im Dezember 2010 vor allem
wegen Bestechungsvorwürfen in der Kritik. Die Arbeitsbedingungen auf
zahlreichen Großbaustellen sind aber auch ein Dauer-Thema: Die
Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte das reiche
Wüstenemirat bereits aufgefordert, ausländische Bauarbeiter besser
vor Hitze zu schützen.

Der 1949 gegründete Europarat mit Sitz in Straßburg soll in seinen 47
Mitgliedsstaaten die Demokratie stärken sowie die Menschenrechte und
den Rechtsstaat schützen. Zur Erfüllung seiner Ziele hat die
Nicht-EU-Institution Verträge und Konventionen ausgearbeitet. Wie der
Sprecher weiter sagte, hat Katar bereits Interesse an den
Sportkonventionen der Organisation bekundet, inbesondere an der gegen
Gewalt bei Sportveranstaltungen. Die Mitgliedstaaten des Europarats
müssten nun darüber entscheiden. Auch Nicht-Mitglieder könnten bei
den Konventionen des Europarats mitziehen, sagte der Sprecher.



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