Europol: 24 Milliarden Euro Einnahmen durch Drogenhandel

06.12.2017 16:27

Den Haag (dpa) - Der Drogenhandel ist nach Angaben von Europol der
größte illegale Markt in der EU. Jährlich nehmen Kriminelle
mindestens 24 Milliarden Euro mit Drogenhandel ein, wie aus einem am
Mittwoch in Den Haag von Europol veröffentlichten Bericht hervorgeht.
Mehr als ein Drittel der organisierten Verbrecherbanden sei in die
Produktion und den Handel von verbotenen Substanzen verwickelt.

Mit den großen Profiten finanzierten die Banden auch andere
kriminelle Aktivitäten, darunter auch Terrorismus, hieß es weiter.
Cannabis und Kokain gehören nach wie vor zu den am meisten
verbreiteten Drogen in der EU.

Bei der Herstellung der synthetischen Drogen und Substanzen stellten
die Ermittler die schnellsten Veränderungen fest. So waren dem
Bericht zufolge in den vergangenen fünf Jahren in der EU 620 neue
sogenannte psychoaktive Substanzen entdeckt worden.

Stark zugenommen habe der Handel mit dem hochwirksamen Opiat
Fentanyl, berichtet die Polizeibehörde. Allein seit 2016 seien 14
neue Drogen mit dem Stoff auf den Markt gekommen. Fentanyl ist
Europol zufolge bis zu 10 000 mal stärker als Morphium. In
Großbritannien waren in den ersten acht Monaten von 2017 bereits mehr
als 60 Menschen nach dem Konsum der Droge gestorben.



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