Ostdeutsche Bauern skeptisch bei neuem EU-Agrargesetz

22.12.2017 02:30

Potsdam (dpa/bb) - Für ostdeutsche Landwirte könnte das neue
EU-Agrargesetz dramatische Folgen haben. «Es besteht die Gefahr, dass
die gemeinsame europäische Agrarpolitik nicht mehr an erster Stelle
steht und die Länder nationale Alleingänge machen», sagte Henrik
Wendorff, Präsident des Brandenburger Landesbauernverbandes, der
Deutschen Presse-Agentur. Betriebe in den neuen Ländern hätten
bislang aufgrund ihrer Größe Wettbewerbsvorteile. Mit dem kommenden
Gesetz wären diese ostdeutschen Strukturen in Gefahr. Länder mit
Betrieben mit eher kleineren Flächen dürften dann mehr Geld für sich

einfordern. Sollten dann noch Obergrenzen bei der Förderung
eingezogen werden, wären ehemalige DDR-Landwirte extrem betroffen. Im
kommenden Sommer soll ein Gesetzesvorschlag vorliegen, der die
EU-Agrarförderung reformieren will.



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