Eurokurs gerät nach jüngstem Höhenflug unter Druck

03.01.2018 16:56

Frankfurt/Main (dpa) - Nach seinem jüngsten Höhenflug ist der
Eurokurs am Mittwoch unter Druck geraten. Die europäische
Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2008 US-Dollar. In der
Nacht hatte sie noch zeitweise bei 1,2066 Dollar notiert. Die
Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2023
(Dienstag: 1,2065) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8317
(0,8288) Euro.

Noch am Dienstag hatte der Euro mit 1,2081 Dollar fast den höchsten
Stand seit drei Jahren erreicht. Händler begründeten die Verluste am
Mittwoch zunächst mit einer Gegenbewegung nach den zuletzt deutlichen
Kursgewinnen. Gestützt wurde der Dollar aber auch durch starke
Konjunkturdaten aus den USA. So war der Einkaufsmanagerindex ISM für
die Industrie im Dezember überraschend gestiegen. Der ISM-Index gilt
als wichtigster Frühindikator für die US-Industrie.

«Der Anstieg untermauert das freundliche Wachstumsszenario der
US-Industrie», kommentierte Ralf Umlauf von der Landesbank
Hessen-Thüringen (Helaba) die Daten. «Die hohe Dynamik dürfte auch
zum Jahresschluss beibehalten worden sein.» Es besteht laut Umlauf
die Möglichkeit, dass die US-Notenbank im laufenden Jahr den Leitzins
stärker anheben wird als von den Märkten erwartet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,88640 (0,88953) britische Pfund, 134,97 (135,35)
japanische Yen und 1,1736 (1,1718) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1314,90 (1312,05)
Dollar gefixt.



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