Litauen beklagt Probleme bei Flüchtlingsumsiedlung

09.07.2018 15:10

Vilnius (dpa) - Litauens Innenminister Eimutis Misiunas hat Problem
e
bei der Umsiedlung von Flüchtlingen aus Italien und Griechenland
beklagt. Während aus der Türkei seit Dezember 2017 etwa 20 Migran
ten
in den Baltenstaat umgesiedelt wurden, seien aus den beiden Ländern
keine Flüchtlinge mehr nach Litauen gekommen. «Die Hauptgründe
sind,
dass sowohl Griechenland als auch Italien uns keine persönlichen
Daten von Migranten schicken», sagte Misiunas am Montag in Vilnius
der Agentur BNS.

Angesichts Litauens «grundsätzlicher Position», nur schutzbed
ürftige
Personen und keine Wirtschaftsmigranten aufzunehmen, könne niemand
ohne Dokumente umgesiedelt werden. Litauen sei bereit, seine
EU-Verpflichtungen zu erfüllen, werde aber aus Gründen der nationalen

Sicherheit seine Anforderungen nicht abschwächen, sagte Misiunas. 


Litauen hat im Zuge der EU-weiten Flüchtlingsumsiedlung bislang 468
der zugesagten 1105 Migranten aufgenommen.



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