Rumänien läutet EU-Präsidentschaft mit Protesten ein

10.01.2019 04:30

Brüssel (dpa) - Begleitet von Kritik aus Brüssel und innenpolitischem
Streit läutet Rumänien am Donnerstagabend (19.00 Uhr) seine erste
EU-Ratspräsidentschaft ein. Geplant ist eine Zeremonie im Bukarester
Konzerthaus Athenäum. Zu dieser wird unter anderem EU-Kommissionschef
Jean-Claude Juncker erwartet.

Rumänien übernimmt den Vorsitz der 28 EU-Staaten zum ersten Mal seit
dem Beitritt 2007. Juncker hatte vor kurzem noch Zweifel an der
Einigkeit und Vermittlungsfähigkeit Rumäniens geäußert. Hintergrund

ist der Streit zwischen der regierenden sozialliberalen Regierung und
dem der bürgerlichen Opposition nahestehenden Präsidenten Klaus
Iohannis. Dieser kritisiert - ähnlich wie die EU-Kommission - die
Angriffe der Regierung auf die Justiz.

Anlässlich der Eröffnungsfeier ist eine Demonstration gegen die
Regierung vor dem Bukarester Konzerthaus geplant.



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