Britischer Industrieverband warnt vor Brexit ohne Abkommen

11.01.2019 13:04

Bristol (dpa) - Der größte britische Industrieverband CBI hat am
Freitag eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen eines
ungeregelten Brexits gewarnt. Tausende Jobs seien in Gefahr, und das
Bruttoinlandsprodukt könnte um bis zu acht Prozent sinken, warnte
CBI-Generaldirektorin Carolyn Fairbairn im englischen Bristol.

Sie rief die Abgeordneten des Unterhauses in London dazu auf, an
diesem Dienstag für das von Premierministerin Theresa May mit Brüssel
ausgehandelte Abkommen zum EU-Austritt zu stimmen.

«Die Sicherheit und der Wohlstand» Großbritanniens müssten bewahrt

werden, sagte Fairbairn. Auf viele Unternehmen kämen im Falle eines
«No Deal» deutliche zusätzliche Kosten zu, notwendige Zollkontrollen

in den Häfen könnten zu erheblichen Störungen führen.

Es gilt als unwahrscheinlich, dass der Deal im Parlament eine
Mehrheit bekommt. Großbritannien will bereits am 29. März die
Europäische Union verlassen. Bei einem Austritt ohne Auskommen drohen
chaotische Verhältnisse in fast allen Lebensbereichen.

Der CBI (Confederation of British Industry) setzt auf einen
geregelten Brexit: In dem Fall würde eine Übergangsphase bis
mindestens Ende 2020 gelten. In dieser Zeit soll sich für die
Wirtschaft und die Bürger beider Seiten praktisch nichts ändern.



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