Eurogruppenchef Centeno: Mehr Reformen in Europa nötig

11.02.2019 16:24

Brüssel (dpa) - Eurogruppenchef Mario Centeno hat angesichts des
schwächeren Wirtschaftswachstums in Europa weitere Reformen
angemahnt. «Wir haben eine Menge zu tun an der Front», sagte Centeno
am Montag in Brüssel beim Treffen der Finanzminister des gemeinsamen
Währungsgebiets auch mit Blick auf die Schaffung eines
Eurozonenbudgets.

Die EU-Kommission hatte ihren Konjunkturausblick für 2019 zuletzt
deutlich revidiert. Statt ursprünglich 1,9 Prozent erwartet sie nun
lediglich 1,3 Prozent Wirtschaftswachstum in den 19 Ländern der
Eurozone. Grund sind vor allem trübere Aussichten in Deutschland,
Italien und Frankreich.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich Ende des vergangenen
Jahres auf einen gemeinsamen Geldtopf für die Eurostaaten innerhalb
des EU-Haushalts verständigt. Dieser könnte dazu genutzt werden,
wirtschaftliche Unterschiede zwischen den Staaten zu verringern oder
Investitionen zu fördern. Details sollen die Finanzminister nun bis
zum Sommer ausarbeiten.

Das Grundprinzip sei akzeptiert worden. Nun gehe es darum, es in die
Praxis zu bringen, forderte Frankreichs Ressortchef Bruno Le Maire.



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