Inflation in der Eurozone steigt leicht an

15.03.2019 11:03

Luxemburg (dpa) - Die Teuerung in der Eurozone ist im Februar leicht
gestiegen. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg
mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,5 Prozent höher als ein Jahr
zuvor. Im Januar hatte die Inflationsrate 1,4 Prozent betragen. Im
Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,3
Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Angaben.

Die Kerninflation fiel dagegen leicht von 1,1 auf 1,0 Prozent. Diese
Abgrenzung berücksichtigt stärker schwankende Komponenten wie Energie
und Lebensmittel nicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet
sie deshalb genau. Sie strebt eine Gesamtinflation von knapp zwei
Prozent an. Von diesem Ziel hat sich die Teuerung in den vergangenen
Monaten wieder etwas entfernt.

Nach wie vor am deutlichsten verteuerte sich mit 3,6 Prozent Energie.
Allerdings sind die Preisanstiege in den vergangenen Monaten Zug um
Zug schwächer ausgefallen. Kaum teurer als vor einem Jahr waren
Industriegüter, wohingegen sich Dienstleistungen nur knapp
unterdurchschnittlich stark verteuerten. Lebens- und Genussmittel
waren mit 2,3 Prozent überdurchschnittlich teurer.

Das Inflationsgefälle in der Eurozone ist immer noch relativ steil.
Es reicht von Inflationsraten von 0,7 Prozent in Irland bis hin zu
einer Teuerung von 2,8 Prozent in Lettland. Deutschland liegt mit
einer nach europäischen Standards berechneten Inflationsrate von 1,7
Prozent im Mittelfeld.



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