Inflation in der Eurozone steigt leicht an

30.06.2020 11:15

Luxemburg (dpa) - Die Inflation in der Eurozone ist im Juni leicht
angestiegen, allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Nach Angaben des
Statistikamts Eurostat vom Dienstag lagen die Verbraucherpreise 0,3
Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte der Anstieg 0,1
Prozent betragen. Analysten hatten einen etwas schwächeren Zuwachs
auf 0,2 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich erhöhte sich das
Preisniveau wie im Jahresvergleich um 0,3 Prozent.

Entscheidend für den etwas stärkeren Preisanstieg waren die
Energiepreise. Zum Vormonat erhöhten sie sich um 1,7 Prozent, im
Jahresvergleich sind sie etwas weniger stark als im Monat zuvor
gesunken. Der Preisauftrieb bei Lebens- und Genussmitteln schwächte
sich etwas ab, wenngleich sich diese Güter stärker als andere Waren
verteuerten. Dienstleistungen und erst recht Industriegüter
verteuerten sich verglichen mit Lebensmitteln schwächer.

Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel fiel im Gegensatz zum
Gesamtindex leicht zurück. Sie ging von 0,9 auf 0,8 Prozent zurück.
Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Gesamtteuerung von
knapp zwei Prozent an. Diese Rate hat sie seit langem nicht mehr
nachhaltig erreicht, was neben der Corona-Pandemie ein Grund für ihre
extrem lockere Geldpolitik ist.



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