Frontex: Weniger Migranten kamen im April übers Mittelmeer in die EU

14.05.2019 17:26

Warschau (dpa) - Wegen schlechter Wetterbedingungen im östlichen
Mittelmeerraum sind nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex im
April weniger Migranten auf illegalem Weg in die EU gekommen. Die
Zahl der festgestellten Grenzübertritte auf den Hauptmigrationsrouten
ging im Vergleich zum März um knapp ein Fünftel auf 4900 zurück, wie

Frontex am Dienstag in Warschau mitteilte. Die Zahlen waren auch im
bisherigen Jahresverlauf rückläufig und betrugen mit 24 200
registrierten Fällen rund ein Drittel weniger als in den ersten
vier Monaten des Jahres 2018.

Die meisten der illegal eingereisten Migranten kamen wie schon in den
Vormonaten über das östliche Mittelmeer. Allerdings ging die Zahl
wegen schlechten Wetters im Vergleich zum März um rund ein Viertel
auf 2940 registrierte Fälle zurück. Seit Januar wurden auf der Route
insgesamt 12 750 illegale Grenzübertritte festgestellt - laut Frontex
etwa ein Fünftel weniger als im Jahr zuvor. Viele Menschen auf der
Route kamen demnach aus Afghanistan oder der Türkei.

Über das westliche Mittelmeer nach Spanien reisten laut Frontex im
April etwa 900 Migranten ein - etwa doppelt so viele wie im Monat
zuvor, wie es hieß. In der bisherigen Jahresbilanz lag die Zahl mit
mehr als 6300 Fällen um fast ein Drittel höher als im gleichen
Zeitraum des Vorjahres. Die meisten Menschen auf der Route kamen
demnach aus Marokko, Guinea, Mali und der Elfenbeinküste.

Auf der zentralen Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien sank
die Zahl illegaler Grenzübertritte im April um die Hälfte auf knapp
über 200. Die Regierung in Rom fährt einen harten
Anti-Migrationskurs. Auch in der bisherigen Jahresbilanz waren die
Zahlen bei 880 Fällen im Vergleich zu 2018 um 91 Prozent rückläufig.

Die meisten Menschen auf der Route waren demnach Tunesier und
Algerier.



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