Sozialdemokrat Timmermans kritisiert Sparpolitik

15.05.2019 22:11

Brüssel (dpa) - Der sozialdemokratische Europa-Spitzenkandidat Frans
Timmermans fordert ein Ende der Sparpolitik in Europa, um über
Investitionen mehr Jobs für junge Leute zu schaffen. «Die Austerität

beenden, das sollten mehr Länder tun», sagte Timmermans am
Mittwochabend in einer Debatte der Bewerber um den Posten des
EU-Kommissionspräsidenten in Brüssel.

Zudem forderte der Niederländer eine Ausweitung des
Erasmus-Austauschprogramms auf alle jungen Europäer, Mindestlöhne von
60 Prozent des örtlichen Durchschnittslohns und die Ausweitung der
Garantie, dass jedem Jugendlichen ein Job oder eine Ausbildung
angeboten wird.

Der christdemokratische Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU)
widersprach Timmermans und erinnerte an die Verantwortung der
Regierungen bei der Haushaltsführung. Er äußerte sich auch erneut
skeptisch gegen Mindestlöhne. Doch warb auch Weber für gemeinsame
Anstrengungen für mehr Jobs in Südeuropa. «Sozial ist, was Jobs
schafft», sagte er.



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