EU-Fördermittel veruntreut? - Ermittlungen gegen vier Beschuldigte

09.07.2019 16:19

Mannheim (dpa/lsw) - Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt gegen
Verantwortliche einer Firmengruppe, die im Verdacht stehen,
mindestens fünf Millionen Euro EU-Fördergeld veruntreut zu haben. Die
vier Beschuldigten im Alter von 51 bis 56 Jahren sollen das Geld für
Forschungsprojekte entgegen vertraglicher Vereinbarungen nicht an
Projektpartner ausgezahlt haben, wie Staatsanwaltschaft und
Landeskriminalamt am Dienstag mitteilten. Außerdem stehen sie im
Verdacht, die Insolvenzen mehrerer Unternehmen verschleppt zu haben.

Schon Ende Juni seien Geschäftsräume in Karlsruhe sowie in Rostock
(Mecklenburg-Vorpommern) und im Kreis Ostholstein
(Schleswig-Holstein) durchsucht worden. Außerdem habe die
französische Polizei auf ein Rechtshilfeersuchen hin Firmen und
Wohnungen der Beschuldigten in der Bretagne und in Südfrankreich
durchsucht. Die Ermittlungen werden vom Europäischen Amt für
Betrugsbekämpfung (Olaf) unterstützt. Nähere Angaben zu den
Beschuldigten und den Einzelheiten der Vorwürfe machte die
Staatsanwaltschaft zunächst nicht.



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