Euro kaum verändert - Britisches Pfund unter Druck

13.01.2020 10:11

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat sich zu Beginn der neuen
Handelswoche nur wenig bewegt. Am Montagvormittag kostete die
gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1123 US-Dollar und damit etwa
so viel wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte
den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1091 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem eher impulsarmen Wochenauftakt am
Devisenmarkt. Im Tagesverlauf werden keine wichtigen Konjunkturdaten
aus der Euroraum oder aus den USA veröffentlicht, an denen sich die
Anleger orientieren könnten.

Außerdem ist die Iran-Krise am Devisenmarkt etwas in den Hintergrund
getreten. Der Fokus der Anleger richtet sich wieder stärker auf den
Handelskonflikt zwischen den USA und China. Bereits vor dem
Jahreswechsel gab es zwischen den beiden größten Volkswirtschaften
der Welt eine Teileinigung zur Entschärfung des Konflikts. Bisher
sind aber kaum Details der Vereinbarung bekannt geworden. Die Anleger
warten daher gespannt auf die offizielle Unterzeichnung des Abkommens
am Mittwoch und auf die Bekanntgabe weiterer Einzelheiten.

Zu den Verlierern am Devisenmarkt zählte das britische Pfund, das im
Handel mit allen wichtigen Währungen am Vormittag unter Druck stand.
Zuletzt hatten sich Hinweise verdichtet, dass die britische Notenbank
auf der nächsten Zinssetzung Ende Januar den Leitzins senken könnte.
Sollte es weitere enttäuschende Konjunkturdaten aus Großbritannien
geben, dürfte sich die Erwartung einer Zinssenkung verstärken.



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