Schweinepest in Bulgarien: Nicht registrierte Tiere werden getötet

07.08.2019 19:21

Sofia (dpa) - Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest sind in
Bulgarien nicht registrierte Schweine getötet worden. Die ersten
Tiere, die auf Beschluss der Behörden gekeult wurden, stammen aus
einer illegalen Farm bei Dobritsch im Nordosten des EU-Landes. Ein
Teil der Schweine lief auf einem Maisfeld frei herum, wie das
bulgarische Staatsfernsehen am Mittwoch berichtete.

Das südosteuropäische Land kämpft gegen die weitere Ausbreitung der
Afrikanischen Schweinepest. Doch viele Bauern aus den Schutzzonen um
die 30 Herde der Schweinepest weigern sich, ihre nicht angemeldeten
Schweine im Hinterhof - wie angeordnet - selbst zu töten. Aus Protest
gegen die präventive Tötung blockieren aufgebrachte Menschen seit
Tagen eine wichtige regionale Landstraße zwischen Sliwen und Jambol
im Osten Bulgariens.

Erst vor zwei Wochen hatten Großfarmen im Raum der Donaustadt Russe
begonnen, Zehntausende Schweine zu töten. Damit wird die
Schweinezucht in dem ärmsten EU-Land hart getroffen. Die Afrikanische
Schweinepest stellt für Menschen keine Gesundheitsgefahr dar.

Die EU sicherte Bulgarien bereits 2,9 Millionen Euro zur Bekämpfung
der Afrikanischen Schweinepest zu, wie Agrarministerin Dessislawa
Tanewa im Staatsradio in Sofia erläuterte. Bulgarien erwarte zudem 
weitere 11 Millionen Euro aus Brüssel, um Großfarmen zu entschädigen,

die ihre Schweine gekeult haben. Experten der EU-Kommission sollen im
September und Oktober die Lage in dem Land prüfen.



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