EU-Kommission: Zusammenarbeit gegen Schweinepest in Bulgarien wichtig

08.08.2019 15:56

Brüssel/Sofia (dpa) - Nach dem Widerstand in Bulgarien gegen das
präventive Töten von Tieren im Kampf gegen die Afrikanische
Schweinepest hat die EU-Kommission zur Besonnenheit in dem Land
aufgerufen. «Zusammenarbeit auf allen Ebenen der Gesellschaft ist
entscheidend», sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am
Donnerstag. Das öffentliche Bewusstsein für die Seuche müsse
gesteigert werden, die Lage in Bulgarien sei noch immer ernst. Das
habe der zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis der
bulgarischen Agrarministerin Dessislawa Tanewa nach einem Treffen am
Dienstag gesagt.

Das südosteuropäische Land kämpft gegen die weitere Ausbreitung der
Afrikanischen Schweinepest. Doch viele Bauern aus den ausgewiesenen
Schutzzonen weigern sich, ihre nicht angemeldeten Schweine - wie
angeordnet - selbst zu töten. Aus Protest gegen die präventive Tötung

blockieren aufgebrachte Menschen seit Tagen eine wichtige regionale
Landstraße zwischen Sliwen und Jambol im Osten des Landes.
Medienberichten zufolge verstecken manche Bauern ihre Schweine im
Schlafzimmer, damit sie von den Behörden nicht entdeckt und präventiv
getötet werden. Zwei Großfarmen im Raum der Donaustadt Russe
schlossen die angeordnete Vernichtung von Zehntausenden Schweinen am
Donnerstag hingegen ab.

Die Sprecherin der EU-Kommission betonte nun: «Die beste Reaktion
ist, die richtigen Maßnahmen gegen diese katastrophale Tierseuche zu
unternehmen.» Die Afrikanische Schweinepest stellt für Menschen keine
Gesundheitsgefahr dar.



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