Regierung will stärkere EU-Förderung kleinerer Agrarbetriebe

09.08.2019 14:23

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung strebt grundsätzlich eine stärkere
Förderung kleiner und mittlerer Höfe bei der EU-Agrarfinanzierung an.
Dazu würden «zu gegebener Zeit» Vorschläge mit Blick auf die Regeln

für die Zeit nach 2020 vorgelegt, heißt es in einer Antwort des
Agrarministeriums auf eine Grünen-Anfrage. Bisher erhält demnach ein
Prozent der Betriebe mehr als 20 Prozent der Direktzahlungen. Zuerst
berichtete die «Neue Osnabrücker Zeitung» (Freitag) darüber.

Nach den Daten aus dem Antragsjahr 2016 waren es 3300 Betriebe, die
zusammen rund 991 Millionen Euro aus Brüssel bekamen - darunter sind
vor allem Großbetriebe in den östlichen Bundesländern. Insgesamt
fließen rund 4,5 Milliarden Euro an Direktzahlungen nach Deutschland.

Der Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff nannte die bisherige
Finanzierung «extrem ungerecht», weil wenige Betriebe große Teile der

Subventionen erhielten. «Anstatt hocheffiziente Großbetriebe zu
subventionieren, sollte das Geld in den Kampf gegen den Verlust
bäuerlicher Betriebe investiert werden», sagte er der Zeitung.



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