Agrarbetriebe im Land erhielten 791 Millionen Euro aus Brüssel

09.08.2019 15:37

Hannover/Berlin (dpa/lni) - Niedersachsens Landwirtschaftsbetriebe
haben im Haushaltsjahr 2017 mehr als 791 Millionen Euro aus der
EU-Agrarfinanzierung erhalten. Die Beihilfen verteilten sich auf
47 186 Betriebe, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine
Grünen-Anfrage hervorgeht. Das Gros der Unterstützungen lag zwischen
20 000 und 50 000 Euro pro Betrieb, sechs Höfe erhielten mehr als
500 000 Euro. Bundesweit summierten sich die Direktzahlungen aus
Brüssel an die Agrarbetriebe auf rund 4,5 Milliarden Euro.

Aus der Antwort des Bundesagrarministeriums geht auch hervor, dass
die Bundesregierung eine stärkere Förderung kleiner und mittlerer
Höfe anstrebt. Dazu würden «zu gegebener Zeit» Vorschläge für d
ie
Zeit nach 2020 vorgelegt. Bisher erhält den Angaben zufolge 1 Prozent
der Betriebe bundesweit mehr als 20 Prozent der Direktzahlungen. Der
Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff nannte diese Verteilung
«extrem ungerecht». Zuerst hatte die «Neue Osnabrücker Zeitung»
(Freitag) darüber berichtet.

In Niedersachsen ist die Verteilung der Subventionen etwas
ausgeglichener: Im Land bekommt 1 Prozent der Betriebe mit den
höchsten Zuwendungen rund 9 Prozent des Geldes.



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