Euro legt zu - britisches Pfund steigt

09.09.2019 17:09

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Montag etwas zugelegt. Am
späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1050 US-Dollar
und damit etwas mehr als am Morgen. Gestiegen ist auch das britische
Pfund. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf
1,1033 (Freitag: 1,1027) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9064
(0,9069) Euro.

Gestützt wurde der Euro zum einen durch robuste Handelsdaten aus
Deutschland. Trotz internationaler Handelskonflikte haben die
Exporteure im Juli mehr Waren ausgeführt als im Vormonat. Die Daten
folgen auf eine Serie schwacher Wirtschaftszahlen, insbesondere aus
der deutschen Industrie. Auftrieb erhielt der Euro außerdem durch
Medienberichte, wonach der Bund seinen ausgeglichenen Haushalt auf
den Prüfstand stellen könnte, falls die Konjunktur weiter schwächelt.


Zugelegt hat auch das britische Pfund. Der britische Premierminister
Boris Johnson äußerte sich während eines Besuchs in Irland etwas
gemäßigter zum EU-Austritt seines Landes. Er betonte mehrfach, dass
er eine Einigung mit der Europäischen Union anstrebe. Johnson pochte
aber weiterhin darauf, dass Großbritannien die Europäische Union am
31. Oktober verlasse. Einen Teil seiner Gewinne gab das Pfund am
späten Nachmittag jedoch ab, nachdem Parlamentssprecher John Bercow
seinen Rücktritt ankündigte. Bercow gilt als eine zentrale Figur im
Brexit-Prozess.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,89275 (0,89635) britische Pfund, 118,01 (118,01)
japanische Yen und 1,0923 (1,0928) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze (31 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1505
US-Dollar gehandelt. Das war etwa ein Dollar weniger als am Vortag.



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