EU-Sondertreffen zu Seenotrettung am 23. September

10.09.2019 15:16

Brüssel/Valletta (dpa) - Bei der Suche nach einer europäischen
Übergangslösung für blockierte Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer
könnte es am 23. September Fortschritt geben. Für diesen Tag hat
Malta Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens, des
EU-Ratsvorsitzenden Finnland sowie der EU-Kommission in die
maltesische Stadt Vittoriosa eingeladen, wie eine Sprecherin des
maltesischen Innenministeriums am Dienstag bestätigte. Das
ursprünglich für den 19. September vorgesehene Treffen hatte zunäch
st
wegen Terminproblemen verschoben werden müssen.

Die Übergangsregelung soll verhindern, dass Italien und Malta
Schiffen mit geretteten Migranten an Bord weiter die Einfahrt in ihre
Häfen versagen. Beide Länder hatten dies zuletzt mehrfach getan und
gefordert, dass andere EU-Staaten vorher zusagen, alle Migranten an
Bord der Schiffe aufzunehmen. Die Menschen mussten daraufhin oft
mehrere Wochen auf den Schiffen ausharren.

Derzeit befinden sich auf dem Rettungsschiff «Ocean Viking» 84
Bootsflüchtlinge. Das Schiff darf bislang weder in Malta noch in
Italien anlegen. Für das deutsche Rettungsschiff «Alan Kurdi» wurde
nach tagelanger Blockade am Dienstag hingegen eine Lösung gefunden.
Zwei EU-Länder hätten sich zur Aufnahme der fünf verbleibenden
Migranten bereit erklärt, teilte die maltesische Regierung mit. Die
Migranten sollten nicht in Malta bleiben. Welche Staaten die Menschen
übernehmen, blieb unklar.



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