Waldbrände in der EU zerstörten 2018 doppelte Fläche Berlins

05.11.2019 12:26

Brüssel (dpa) - Waldbrände haben im vergangenen Jahr in der EU fast
178 000 Hektar Wälder und Land zerstört - das entspricht der
doppelten Fläche Berlins. Das ist weniger als ein Sechstel als noch
2017, wie das Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission
mitteilte. Auch im langjährigen Durchschnitt haben die Flammen
weniger Fläche zerstört, allerdings waren mehr Länder als je zuvor
von großen Feuern betroffen.

Der zuständige EU-Kommissar rief zum Handeln auf: «Wir müssen
reagieren und unsere Anstrengungen verstärken, um unsere Wälder
widerstandsfähiger gegen ein wärmeres und trockeneres Klima zu
machen», sagte Tibor Navracsics. Er ist für die Gemeinsame
Forschungsstelle JRC der EU-Kommission verantwortlich, die den
Bericht mit den Zahlen zu Waldbränden 2018 vorstellte. «Veränderte
Wetterbedingungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel erhöhen das
Risiko für Waldbrände weltweit», betonte er.

In Deutschland ist bei Waldbränden im vergangenen Jahr eine
Gesamtfläche von 2349 Hektar verbrannt, wie die Bundesanstalt für
Landwirtschaft und Ernährung bereits im Juli mitgeteilt hatte. Das
war die größte Fläche seit 26 Jahren. Andere Länder waren allerding
s
deutlich stärker betroffen.

Schweden hatte dem EU-Bericht zufolge mit den schlimmsten Feuern seit
Beginn der Aufzeichnungen zu kämpfen. Fast 22 000 Hektar verbrannten.
Das ist den Angaben zufolge ungewöhnlich für ein Land so weit im
Norden. Mehr Fläche wurde nur in Portugal zerstört (37 000 Hektar).
Im Vergleich zu 2017 ist das aber ein geringer Verlust für das Land
und zudem einer der niedrigsten Werte der letzten zehn Jahre.



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