Schliemann-Gesellschaft wirbt bei EU um Hilfe für Jubiläumsjahr

06.11.2019 08:30

Ankershagen/Brüssel (dpa/mv) - Die internationale
Heinrich-Schliemann-Gesellschaft aus Ankershagen wirbt in Brüssel um
Unterstützung für das «Jubiläumsjahr 2022». «Dann wird der 200.

Geburtstag des bekanntesten deutschen Archäologen (1822-1890) sein»,
sagte der Leiter der Gesellschaft, Reinhard Witte, am Mittwoch. Dazu
soll es eine internationale Konferenz zusammen mit der Rostocker
Universität geben, für die man auf EU-Hilfe hofft. «Wir wollen bei
diesem Besuch in Brüssel aufzeigen, dass Schliemann einer der ersten
wirklichen Europäer war», sagte Witte.

So war der spätere Troja-Entdecker in Ankershagen im damaligen
Mecklenburg aufgewachsen, hatte in Amsterdam (Niederlande) Kaufmann
gelernt, war in St. Petersburg (Russland) sehr erfolgreich im
Geschäft und leitete Ausgrabungen in Griechenland und der Türkei.
Schliemann war erst Staatsbürger in Mecklenburg, dann in Russland und
von 1969 bis zum Tod amerikanischer Staatsbürger, wie Witte
verdeutlichte.

An das Wirken des Archäologen erinnert in Ankershagen ein Museum, das
ihm gewidmet ist. Es war im Sommer nach dem Umbau und mit einer
modernen Ausstellung wiedereröffnet worden.



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