EU streicht Belize von schwarzer Liste der Steueroasen

08.11.2019 14:46

Brüssel (dpa) - Die EU-Staaten haben das mittelamerikanische Land
Belize von der schwarzen Liste für Steueroasen genommen. Belize habe
die notwendigen Reformen zur Verbesserung seiner Steuervorschriften
für internationale Unternehmen verabschiedet, hieß es zur Begründung

am Freitag in Brüssel.

Auf der Liste mit zweifelhaften Steuerpraktiken stehen nun noch acht
Länder beziehungsweise Steuergebiete: Amerikanisch-Samoa, Fidschi,
Guam, Oman, Samoa, Trinidad und Tobago, die US-Jungferninseln und der
Inselstaat Vanuatu.

Zudem wurde Nordmazedonien von der sogenannten grauen Liste
gestrichen. Auf dieser stehen Länder, die bereits Reformzusagen
gemacht haben, deren Erfüllung aber noch aussteht. Die
EU-Finanzminister stellten fest, dass Nordmazedonien alle Zusagen
erfüllt habe.

Ende 2017 hatten sich die EU-Staaten auf eine schwarze Liste von
Ländern und Steuergebieten außerhalb der EU geeinigt, gegen die es
steuerrechtliche Bedenken gab. Die Debatte um weltweite
Steuervermeidung hatte angesichts der Enthüllungen in den sogenannten
Panama Papers und den Paradise Papers über Firmengeflechte und
Briefkastenfirmen in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt
gewonnen. Mit dem Anprangern auf der schwarzen Liste will die EU die
betroffenen Staaten zum Einlenken bewegen.



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