Eurokurs fällt unter 1,10 US-Dollar - Starke US-Daten belasten

27.11.2019 17:23

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro ist am Mittwoch erstmals
seit Mitte November wieder unter 1,10 US-Dollar gefallen. Die
Gemeinschaftswährung rutschte am Nachmittag aber nur zeitweise unter
die Marke und wurde zuletzt wieder bei 1,1002 Dollar gehandelt. Der
Kurs lag damit etwas tiefer als am Morgen. Die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1009 (Dienstag:
1,1020) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9083 (0,9074) Euro.

Unerwartet gute Konjunkturdaten aus den USA verliehen dem Dollar
Auftrieb und belasteten im Gegenzug den Euro. In den Monaten Juli bis
September war die amerikanische Wirtschaft etwas stärker gewachsen
als bisher bekannt. Außerdem war die Zahl der Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche deutlich gesunken, und die
Auftragseingänge langlebiger Güter hatten im Oktober überraschend
zugelegt.

In den USA haben sich «die Perspektiven für die Investitionstätigkeit

zu Beginn des vierten Quartals aufgehellt», kommentierte Experte Ralf
Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen die Daten. Er sprach
außerdem von einer «soliden» Lage auf dem Arbeitsmarkt.
«Zinssenkungserwartungen werden tendenziell verdrängt», sagte Umlauf.

Die US-Notenbank hatte den Leitzins zuletzt Ende Oktober gesenkt und
seitdem mehrfach eine Zinspause in den USA signalisiert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,85450 (0,85715) britische Pfund, 120,18 (120,09)
japanische Yen und 1,0986 (1,0993) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1455
Dollar gehandelt. Das waren etwa fünf Dollar weniger als am Vortag.



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