Umwelt- und Verbraucherschützer warnen vor gefährlichem Spielzeug

28.11.2019 00:01

Brüssel (dpa) - Zum Beginn der Vorweihnachtszeit warnen
Umweltschützer vor gefährlichem Kinderspielzeug in Europa. «Die
problematischsten Spielzeuge sind die aus Plastik», sagte Tatiana
Santos vom Europäischen Umweltbüro (EEB) am Donnerstag. Vor allem aus
China käme dabei ein großer Teil an Spielsachen mit
gesundheitsschädlichen Chemikalien. «Importeure chinesischer Waren
müssen deutlich mehr Druck auf ihre Lieferanten ausüben.»

Dem Umweltverband zufolge wurden - basierend auf Informationen des
europaweiten Schnellwarnsystems für gefährliche Produkte Rapex - im
Laufe des Jahres bereits um die 250 Spielzeugmodelle vom Markt
genommen, nachdem Tests illegale Chemikalienkonzentrationen ergeben
hatten. Gut vier von fünf davon kamen demnach aus China. Neben
schädlichen Chemikalien spielten vor allem Spielzeuge mit
Erstickungsgefahr eine Rolle.

«Wo Kontrolleure die Ressourcen bekommen, die sie brauchen, machen
sie hervorragende Arbeit», sagte EEB-Chemikalien-Expertin Santos
weiter. Die Frage sei jedoch, wie viele giftige Spielzeuge unbemerkt
in die EU kämen.

Der europäische Verbraucherverband Beuc warnt in diesem Zusammenhang
auch vor unbedachten Online-Einkäufen. Kunden werde empfohlen,
ungekennzeichnete Produkte zu meiden. Wenn von chinesischen
Internetseiten eingekauft werde, sollten zudem Elektronikgeräte,
Kleidung, oder Spielsachen gemieden werden, die unverhältnismäßig
günstig seien, erklärte Beuc-Sprecher Laurens Rutten.



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