Inflation in Eurozone beschleunigt sich

29.11.2019 11:12

Luxemburg (dpa) - Die Inflation in der Eurozone hat sich im November
beschleunigt. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg
mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,0 Prozent höher als vor
einem Jahr. Im Oktober hatte der Anstieg noch 0,7 Prozent betragen.
Im Monatsvergleich ging das Preisniveau jedoch um 0,3 Prozent zurück.

Ohne Energie und Lebensmittel erhöhten sich die Verbraucherpreise im
November um 1,3 Prozent. Die Kernrate klammert schwankungsanfällige
Komponenten aus und wird von einigen Ökonomen als der
aussagekräftigere Preisindex betrachtet.

Günstiger als vor einem Jahr war im November Energie. Lebensmittel
und Dienstleistungen waren dagegen teurer, während die Preise für
industriell gefertigte Güter nur geringfügig stiegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt auf mittlere Sicht eine
Inflation von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel hat sie seit langem
nicht mehr erreicht. Deshalb und zur Belebung der schwächelnden
Konjunktur hat sie ihre Geldpolitik stark gelockert, zuletzt im
September. Kritiker bezweifeln den Nutzen der zusätzlichen Lockerung
und verweisen auf zahlreiche Risiken einer auf lange Zeit sehr
lockeren Geldpolitik.



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