EU-Staaten für schwächere Entschädigungsansprüche für Bahnreisend e

02.12.2019 11:25

Brüssel (dpa) - Bahnreisende sollen nach dem Willen der nationalen
Regierungen in der EU künftig weniger Entschädigungsansprüche bei
Verspätungen haben. Die EU-Verkehrsminister verständigten sich am
Montag in Brüssel darauf, Bahnunternehmen in Fällen höherer Gewalt -

etwa bei extremen Wetterbedingungen - von der Entschädigungspflicht
zu befreien. Bevor die Änderungen in Kraft treten können, müsste noch

eine Verständigung mit dem Europaparlament gefunden werden. Die
Abgeordneten hatten sich in der Vergangenheit kritisch dazu geäußert.

Die EU-Kommission hatte 2017 vorgeschlagen, dass Bahnunternehmen -
ähnlich wie etwa Airlines - bei Verspätungen oder Ausfällen nicht
zahlen müssten, wenn sie die dafür verantwortlichen Umstände nicht
hätten vermeiden können.

Vorgesehen ist daneben, dass die Firmen Bahnfahrer besser über ihre
Rechte aufklären sollten. Zum Beispiel sollte eine Zusammenfassung
der Rechte künftig auf dem Fahrschein angegeben werden. Außerdem soll
die Mitnahme von Fahrrädern in Zügen erleichtert werden.



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