Asselborn: «Es sind mutwillig 176 Leben vernichtet worden»

10.01.2020 15:15

Brüssel (dpa) - Der Absturz einer ukrainischen Passagiermaschine bei
Teheran geht nach Überzeugung des luxemburgischen Außenministers Jean
Asselborn auf einen versehentlichen Raketenbeschuss zurück. «Es sind
mutwillig 176 Leben vernichtet worden», sagte Asselborn vor einem
Krisentreffen mit seinen europäischen Amtskollegen am Freitag in
Brüssel. «Diese kriegerische Nervosität muss aufhören.» Diese
Nervosität habe zu dem «Unfall» des Raketenbeschusses geführt: «E
s
ist klar, dass es ein Unfall war.»

Asselborn sagte, es gehe in der Region nun um die Frage, «wie kann
man nachhaltig stabilisieren für die Zukunft». Der Konflikt dürfe
nicht auf Nachbarländer übergreifen: «Der Irak darf nicht Theater
werden von diesen kriegerischen Auseinandersetzungen.» Möglicherweise
könne die Nato dort eine größere Rolle spielen als bisher. Den
Atomvertrag mit dem Iran gelte es zu erhalten: «Zerschlagen wäre die
schlechteste Lösung», sagte der luxemburgische Außenminister.



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