Ungarn und Lettland bekräftigen Nein zu Flüchtlingsquoten

10.01.2020 16:27

Riga (dpa) - Ungarn und Lettland haben der Flüchtlingsaufteilung nach
EU-Quoten erneut eine klare Absage abteilt. «Wir glauben beide, dass
die Bedeutung der Grenzsicherung sehr hoch ist - wir wollen unsere
Nationen schützen, wir wollen unsere Bürger schützen. Wir lehnen
Brüssels Ideen zu verpflichtenden Quoten ab», sagte der ungarische
Außenminister Peter Szijjarto am Freitag bei einem Besuch in der
lettischen Hauptstadt Riga. Auch Gastgeber Edgars Rinkevics betonte
nach dem Treffen mit seinem Amtskollegen: «Wir beide sehen die
Notwendigkeit, die Migrationsproblematik so zu lösen, dass auch die
souveränen Interessen aller Länder gewürdigt werden».

Szijjarto äußerte sich zudem zum Streit um die Aufnahme von
EU-Beitrittsgesprächen mit Albanien und Nordmazedonien, die im
Oktober an der Ablehnung Frankreichs und einiger anderer Staaten
gescheitert war. «Wir glauben, dass es ein strategischer Fehler ist,
dass die Europäische Union nicht die notwendigen Entscheidungen für
eine Erweiterung um den westlichen Balkan getroffen hat», sagte er.



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