Euro kaum verändert - Britisches Pfund durch schwache Daten belastet

13.01.2020 13:55

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs hat sich zu Beginn der neuen
Handelswoche nur wenig bewegt. Im Mittagshandel kostete die
europäische Gemeinschaftswährung 1,1122 US-Dollar. Sie lag damit auf
dem Niveau aus dem frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB)
hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1091 Dollar
festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem eher impulsarmen Wochenauftakt. Im
Tagesverlauf werden keine wichtigen Konjunkturdaten aus der Euroraum
oder aus den USA veröffentlicht, an denen sich die Anleger
orientieren könnten.

Außerdem ist die Iran-Krise am Devisenmarkt etwas in den Hintergrund
getreten. Der Fokus der Anleger richtet sich wieder stärker auf den
Handelskonflikt zwischen den USA und China. Bereits vor dem
Jahreswechsel gab es zwischen den beiden größten Volkswirtschaften
der Welt eine Teileinigung zur Entschärfung des Konflikts. Bisher
sind aber kaum Details der Vereinbarung bekannt geworden. Die Anleger
warten daher gespannt auf die offizielle Unterzeichnung des Abkommens
am Mittwoch und auf die Bekanntgabe weiterer Einzelheiten.

Gesunken ist der Kurs des britischen Pfundes. Die britische
Wirtschaft ist im November überraschend und spürbar geschrumpft. Dies
dürfte der jüngsten Debatte über eine Lockerung der Geldpolitik
Vorschub leisten. An den Finanzmärkten stieg die aus Terminkontrakten
abgeleitete Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung auf der kommenden
Notenbanksitzung Ende Januar deutlich. Mit 1,2967 Dollar fiel das
Pfund zum Dollar auf den niedrigsten Stand seit Ende Dezember.



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