Europaparlament beginnt Sitzung nach Brexit mit 24 neuen Abgeordneten

10.02.2020 17:57

Straßburg (dpa) - Das Europaparlament hat seine erste Sitzungswoche
nach dem Brexit begonnen. 24 neue Abgeordnete nahmen das erste mal
nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU am Plenum des
Europäischen Parlaments in Straßburg teil, wie Vizepräsidentin
Mairead McGuinness am Montag mitteilte.

Eigentlich sollten 27 neue Parlamentsmitglieder ihr Amt antreten, von
drei niederländischen Abgeordneten fehlten aber noch die Namen,
erklärte eine Sprecherin des Parlaments vor der Sitzung. Diese
müssten von den Niederlanden noch offiziell an das EU-Parlament
übermittelt werden.

Für 73 Briten ging mit dem Brexit ihre Amtszeit als Abgeordnete im
EU-Parlament zu Ende. Dafür sollten 27 neue Politiker aus 14
EU-Staaten starten. Nach dem Abschied des großen Mitgliedsstaats
wurde das Europaparlament verkleinert, die Zahl der Abgeordneten
schrumpfte von 751 auf 705. 46 Mandate werden in einer Reserve
geparkt, bis der EU möglicherweise neue Mitgliedsstaaten beitreten.

Frankreich und Spanien bekamen nach dem Brexit jeweils fünf Sitze
mehr, Italien und die Niederlande jeweils drei und Irland zwei.
Mehrere weitere Staaten bekommen jeweils einen neuen Parlamentarier.
Der Brexit ist auch ohne britische Abgeordnete weiterhin eines der
wichtigsten Themen für das Parlament. Am Dienstag sollen die
Abgeordneten über Richtlinien debattieren, die in den Verhandlungen
zur künftigen Beziehung mit dem Vereinigten Königreich gelten werden.



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