Trump kündigt «sehr ernsthafte» Handelsgespräche mit der EU an

10.02.2020 18:29

Washington (dpa) - Nach dem Teilabkommen mit China wird sich die
US-Regierung nach den Worten von Präsident Donald Trump als nächstes
auf «sehr ernsthafte» Verhandlungen mit der EU konzentrieren. Europa
behandle die Vereinigten Staaten «sehr schlecht», klagte Trump am
Montag im Weißen Haus. «Die Europäische Union wurde wirklich
geschaffen, um uns schlecht zu behandeln», behauptete Trump. Die EU
müsse einem neuen Handelsabkommen zustimmen, forderte er.

Die EU sei nun nach den Verhandlungen mit China und anderen Staaten
an der Reihe, erklärte Trump. «Ich wollte nicht die ganze Welt zur
gleichen Zeit machen», sagte der Präsident bei einem Treffen mit
US-Gouverneuren. Trump hatte bereits im Januar beim Jahrestreffen des
Weltwirtschaftsforums in Davos Druck auf die EU gemacht.

Trump ärgert es, dass die EU-Staaten mehr in die USA exportieren als
umgekehrt. Das Handelsdefizit sei «in den letzten 10 bis 12 Jahren
enorm» gewesen, klagte Trump. Die EU und die USA sind füreinander
sehr wichtige Handelspartner. 2018 haben sie Waren und
Dienstleistungen im Wert von fast 1,3 Billionen US-Dollar
ausgetauscht. Der Wert der EU-Exporte war dabei um 109 Milliarden
US-Dollar größer als die Ausfuhren der USA nach Europa.



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