Landtag: Bauern im Saarland brauchen weiter Hilfen der EU

12.02.2020 13:25

Saarbrücken (dpa/lrs) - Der Landtag des Saarlandes hat die Forderung
nach fortgesetzten EU-Finanzhilfen für die Bauern des Bundeslandes
bekräftigt und sich zur Agrarwirtschaft bekannt. Die Politik der EU
müsse «auch in Zukunft den Erhalt der flächendeckenden Landwirtschaft

ermöglichen», heißt es in einem Beschluss des Parlaments vom
Mittwoch. Die EU-Ausgaben für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)
dürfen nach Ansicht der Abgeordneten im Förderzeitraum zwischen 2021
und 2027 nicht reduziert werden.

Der saarländische Landtag forderte, an den Direktzahlungen zum
Einkommen der Landwirte auch in Zukunft festzuhalten. «Unser Ziel
ist, die Tierhaltung auch im Saarland zu erhalten, und zwar für
unsere Landwirte wirtschaftlich auskömmlich und von der Gesellschaft
akzeptiert», heißt es in dem Beschluss. Bei der Reduzierung des
CO2-Ausstoßes dürfe «die Landwirtschaft weder überfordert noch
unverhältnismäßig als Verursacher des Klimawandels gesehen» werden.

Die Reduzierung der Ausbringung von Dünger müsse auf jene Gebiete
beschränkt sein, in denen es zu viel Nitrat im Grundwasser gebe. Von
diesen hohen Nitratwerten sei das Saarland aber «nur partiell
betroffen».



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