Euro fällt auf neues Tief seit 2017

14.02.2020 07:19

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Freitag seine Kursverluste der
vergangenen Handelstage fortgesetzt und ein neues Tief seit fast drei
Jahren erreicht. Am Morgen rutschte die Gemeinschaftswährung
zeitweise bis auf 1,0827 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand
seit April 2017. Zuletzt wurde der Euro wieder etwas höher bei 1,0836
Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den
Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,0867 (Mittwoch:
1,0914) Dollar festgesetzt.

Eine wesentliche Ursache für die Kursverluste des Euro ist die Sorge
vor einer Konjunkturschwäche in der Eurozone. Zuletzt waren Daten zur
Industrieproduktion im Dezember enttäuschend ausgefallen. Am
Devisenmarkt warten Anleger gespannt auf Daten zur
Wirtschaftsleistung in Deutschland im vierten Quartal.

Analysten gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den
Monaten Oktober bis Dezember trotz der Krise in der Industrie leicht
gewachsen ist. Einige Experten wollen aber auch eine leichte
Schrumpfung der Wirtschaftsleistung nicht ausschließen. Als Belastung
für die konjunkturelle Entwicklung wird auch die Coronavirus-Krise
gesehen, die den Eurokurs ebenfalls belastet.



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