Eurokurs legt weiter zu - Zeitweise über 1,08 US-Dollar

24.03.2020 07:29

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Dienstag an die Kursgewinne
vom Wochenauftakt angeknüpft und weiter zugelegt. Erneut sorgte eine
Dollar-Schwäche im Gegenzug für Auftrieb beim Euro. Im Zuge eines
politischen Streits in Washington über ein US-Hilfsprogramm war die
US-Währung unter Druck geraten. Außerdem belasten weitere
Hilfsmaßnahmen der US-Notenbank für die US-Wirtschaft.

Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,0781 Dollar, nachdem
sie am frühen Morgen zeitweise bis auf 1,0823 Dollar gestiegen war.
Am Vorabend war der Euro noch etwa einen halben Cent tiefer gehandelt
worden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs
zuletzt am Montagnachmittag auf 1,0783 (Freitag: 1,0707) Dollar
festgesetzt.

Das billionenschwere Konjunkturpaket in den USA gegen die
Corona-Krise lässt weiter auf sich warten. Bei einer erneuten
Abstimmung im US-Senat kam abermals nicht die nötige Mehrheit
zustande. Es blieb zunächst unklar, wie die Verhandlungen nun
weiterlaufen. Zuvor hatte die US-Notenbank Fed angekündigt, im Kampf
gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise unbegrenzt Staatsanleihen
und bestimmte mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen.

Im weiteren Handelsverlauf werden Konjunkturdaten stärker in den
Fokus am Devisenmarkt rücken. Auf dem Programm stehen am Vormittag
Stimmungsdaten aus den Unternehmen der Eurozone. Bei dem
Einkaufsmanagerindex des britischen Forschungsunternehmens Markit
wird für März wegen der Corona-Krise mit einem massiven Einbruch
gerechnet.



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