Mehrere Länder: Wegen Corona-Krise neue Düngeverordnung erst ab 2021

25.03.2020 12:25

München/Berlin (dpa) - Wegen der Corona-Krise fordert Bayerns
Agrarministerin Michaela Kaniber eine spätere Umsetzung der neuen
Düngeverordnung. «Die Landwirte sollten die Vorgaben der neuen
Düngeverordnung erst ab 2021 anwenden müssen. Damit bekämen sie in
diesen Krisenzeiten ausreichend Zeit für die notwendigen
betrieblichen Anpassungen», sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch der
Deutschen Presse-Agentur in München.

Kaniber schließt sich damit einer Forderung der deutschen Landwirte
an. Sie betonte, dass sie bei der Bundesratssitzung am Freitag einen
entsprechenden Antrag stellen werde und «eine breite Unterstützung
des Antrags durch andere Bundesländer» erwarte.

In einem gemeinsamen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von
der Leyen (CDU) fordern die Agrarminister aus Bayern, Niedersachsen,
Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eine «größtmögliche
Flexibilität» der EU-Kommission auf diese Ausnahmesituation. «Die
landwirtschaftliche Produktion ist ein systemrelevanter Bereich der
europäischen Infrastruktur und viele Betriebe sind durch die Pandemie
stark betroffen», heißt es in dem Schreiben, das der dpa vorliegt.



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