Corona: Esa fährt Missionskontrolle für Satelliten weiter runter

26.03.2020 10:29

Darmstadt (dpa) - Die Europäische Weltraumorganisation Esa hat das
Personal für die Missionskontrolle in Darmstadt wegen der Infektion
eines Mitarbeiters mit dem Coronavirus weiter reduziert.
Durchschnittlich 30 der insgesamt 900 Mitarbeiter würden derzeit noch
im Kontrollzentrum arbeiten, sagte der stellvertretende Esoc-Leiter
Paolo Ferri. Bei vier Satelliten seien Instrumente abgeschaltet
worden. Auch Tests an der erst kürzlich gestarteten Sonnenmission
Solar Orbiter seien eingestellt worden. Grund für die Vorsicht ist
auch der nahende Erdvorbeiflug der Merkur-Sonde BepiColombo, für den
Experten im Zentrum gebraucht würden.

«Die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen hat für uns die
höchste Priorität», sagte der Esa-Direktor für den Missionsbetrieb,

Rolf Densing. Aus diesem Grund würden die Aktivitäten für einige
wissenschaftliche Missionen reduziert. Die Esa steuert von Darmstadt
aus 21 Raumfahrzeuge.



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