Überfüllte Camps: Tausende zum griechischen Festland gebracht

26.06.2020 09:29

Athen (dpa) - Athen versucht, die restlos überfüllten
Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis
weiter zu entlasten. Allein im Juni seien bislang rund 1900 Migranten
zum Festland gebracht worden, berichtete der griechische
Staatsrundfunk (ERT) am Freitag unter Berufung auf das
Migrationsministerium. In und um das berüchtigte Lager von Moria auf
der Insel Lesbos harren zurzeit rund 15 600 Menschen aus. Ende März

lebten dort knapp 19 000 Migranten.

Auch aus den Inseln Chios, Samos, Leros und Kos wurden den Angaben
des Migrationsministeriums zufolge zahlreiche Menschen zum Festland
gebracht. Damit ging die Zahl der Menschen, die auf den Inseln
ausharren, deutlich zurück. Am 3. März lebten dort mehr als 40
 000
Migranten. Zurzeit leben in und um die Lager noch 33 486 Menschen.
Das löse dennoch nicht das Problem der Überfüllung der Lager, sagen
Hilfsorganisationen. Insgesamt können nämlich in den Camps und
anderen Unterkünfte auf diesen Inseln eigentlich nur rund 8000
Menschen untergebracht werden. 



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