Eurokurs etwas gefallen - Corona-Krise verunsichert

26.06.2020 16:59

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro ist am Freitag angesichts der sich
verschärfenden Corona-Krise gefallen. Zuletzt kostete die
Gemeinschaftswährung 1,1202 US-Dollar. Am Vormittag hatte sie noch
etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den
Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1213 (Donnerstag: 1,1200) Dollar
fest. Der Dollar kostete damit 0,8918 (0,8929) Euro.

Mit rund 40 000 gemeldeten Fällen erreichte die Zahl der
Corona-Neuinfektionen in den USA am Donnerstag einen Höchststand.
Damit wurde der bisherige Rekordwert von rund 36 400 Neuinfektionen
vom 24. April übertroffen, wie aus Zahlen der
John-Hopkins-Universität hervorgeht. Noch vor zwei Wochen lagen die
täglich gemeldeten Infektionszahlen bei etwas mehr als der Hälfte des
Wertes vom Donnerstag.

In Phasen der Unsicherheit flüchten viele Anleger in den Dollar als
Weltleitwährung, auch wenn die Ursache in den USA liegt. Angesichts
der dramatischen Entwicklung planen einige US-Bundesstaaten,
angekündigte Lockerungen vorerst nicht umzusetzen. Dies könnte die
wirtschaftliche Erholung erschweren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,90575 (0,90133) britische Pfund, 119,93 (120,15)
japanische Yen und 1,0631 (1,0637) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1752
Dollar gehandelt. Das waren etwa 11 Dollar weniger als am Vortag.



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