Maas wirbt für Nothilfe für Opfer des syrischen Bürgerkriegs

30.06.2020 05:03

Berlin (dpa) - Vor einer internationalen Geberkonferenz hat
Bundesaußenminister Heiko Maas für humanitäre Hilfe für Opfer des
syrischen Bürgerkriegs geworben. «Wir können das Schicksal der
Millionen Vertriebenen, der Kinder mit zerstörten Träumen, der
Gefolterten und Traumatisierten kaum nachvollziehen. Es ist aber
unsere moralische Pflicht, sie mit humanitärer Hilfe zu unterstützen
und eine Perspektive für ein würdevolles Leben zu schaffen», sagte
der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag).

Deutschland bleibe «den Opfern des Krieges in Syrien und den
Nachbarländern weiterhin verpflichtet» und werde «als einer der
größten humanitären Geber auch dieses Jahr einen substanziellen
Beitrag zur Finanzierung der von den Vereinten Nationen erstellten
Hilfspläne leisten».

Vertreter von mehr als 80 Staaten und Organisationen wollen an diesem
Dienstag bei einer Online-Geberkonferenz über neue Hilfen beraten.
Ziel ist vor allem, Unterstützung für die notleidende
Zivilbevölkerung und die zahlreichen Syrien-Flüchtlinge in
benachbarten Ländern zu organisieren. Ausrichter der Konferenz sind
die EU und die Vereinten Nationen.

In dem seit mehr als neun Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien
gab es nach Schätzungen bereits mehr als 400 000 Tote, Millionen
Menschen sind weiter auf der Flucht. Alle Versuche, einen politischen
Übergang auf den Weg zu bringen, scheiterten bisher. Die Regierung
von Präsident Baschar al-Assad kontrolliert mittlerweile wieder einen
Großteil des Landes.



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