EU-Ratspräsidentschaft: Wirtschaft fordert Stärkung des Binnenmarkts

30.06.2020 13:31

Brüssel (dpa) - Vor der deutschen EU-Ratspräsidentschaft fordert die
Wirtschaft eine Stärkung des europäischen Binnenmarkts. Dieser sei in
der Corona-Pandemie zeitweise so gut wie lahmgelegt gewesen, erklärte
der Deutsche Industrie- und Handelskammertag am Dienstag. Der
gemeinsame Markt müsse weiter entwickelt und Bürokratie abgebaut
werden, betonte DIHK-Präsident Eric Schweitzer.

60 Prozent des deutschen Handels laufe in der EU. Deshalb müssten
auch die EU-Nachbarn wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen.
Darauf müssten die Entscheidungen der nächsten sechs Monate
konsequent ausgerichtet sein, auch beim EU-Wiederaufbauplan und beim
EU-Budget. Deutschland übernimmt am 1. Juli (Mittwoch) den Vorsitz
der 27 EU-Staaten.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks verlangte spezielle Hilfen
für kleine und mittlere Unternehmen und ein «Belastungsmoratorium».
«Zusätzliche Auflagen treffen auf Unverständnis und hindern unsere
Betriebe daran, den Wiederaufbau zu tragen und zu gestalten», warnte
ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. «Und wir müssen Bürokratie
abbauen. Das EU-Recht ist in vielen Bereichen zu komplex für
Handwerksbetriebe.»



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