Kramp-Karrenbauer will Lazarett auf Schienen als EU-Projekt

08.07.2020 14:57

Berlin (dpa) - Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
plädiert als Lehre aus der Corona-Krise für den Bau von
Lazarett-Eisenbahnwaggons zum Transport und zur Versorgung von
Schwerkranken. Mit dem EU-Partner Frankreich werde bereits
diskutiert, ob nach dem Vorbild von MedEvac-Flugzeugen auch etwas für
die Schiene entwickelt werden könne «für die Verlegung quer durch
Europa», sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in einer Videoschalte
zu den verteidigungspolitischen Plänen Deutschlands während der
EU-Ratspräsidentschaft. Deutschland hatte den Vorsitz der 27
EU-Länder am 1. Juli für sechs Monate übernommen.

«Was wir uns vorstellen, das sind, wenn sie so wollen, wirklich
rollende Intensiveinheiten, also Eisenbahnwaggons, die speziell dafür
auch umgerüstet werden können, die man an jede Lok anhängen kann»,

sagte Kramp-Karrenbauer. Es gebe zwei Grundideen: So habe es in der
Zeit des Kalten Krieges bereits das Konzept der Sanitätszüge gegeben.
«Die, die damals bei der Bundeswehr aktiv waren, kennen das noch»,
sagte Kramp-Karrenbauer. Frankreich habe jetzt in der Corona-Krise
Intensivpatienten mit dem Schnellzug TGV zu freien
Behandlungskapazitäten gebracht. Ein mobiles Konzept könne
möglicherweise auch dort helfen, «wo wir gemeinsam im Einsatz sind».



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