EU erinnert an Massaker von Srebrenica - Versprechen nicht gehalten

10.07.2020 13:57

Brüssel (dpa) - Zum 25. Jahrestag des Massakers von Srebrenica haben
die EU-Spitzen dazu aufgerufen, die richtigen Lehren aus der
Vergangenheit zu ziehen. Bei dem Massaker in dem ostbosnischen Ort
waren vom 11. Juli 1995 an etwa 8000 muslimische Männer und Jungen
von serbischen Verbänden ermordet worden. Die im Bosnienkrieg
(1992-1995) verübte Gräueltat gilt als der erste Völkermord auf
europäischem Boden seit 1945. «Dieser Jahrestag ist für uns eine
schmerzhafte Mahnung», erklärten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von

der Leyen, Ratschef Charles Michel und der Außenbeauftragte Josep
Borrell am Freitag.

Europa habe damals sein Versprechen nicht eingehalten, solche Arten
von Tragödien auf dem Kontinent nie wieder zuzulassen, hieß es in der
Erklärung. Es sei deswegen eine Pflicht, sich zu erinnern und die
nächsten Generationen beim Aufbau einer besseren Zukunft zu
unterstützen. Die EU müssen fest und ohne Ausnahme für die
universellen Werte und insbesondere die Menschenwürde eintreten.



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