Kroatien und Bulgarien nehmen Hürde auf dem Weg zum Euro

10.07.2020 19:01

Brüssel (dpa) - Kroatien und Bulgarien haben eine wichtige Hürde vor
dem Beitritt zur Gemeinschaftswährung Euro genommen. Wie die
EU-Kommission am Freitag mitteilte, wurden beide EU-Staaten mit ihren
Landeswährungen Kuna und Lew in den Wechselmechanismus II aufgenommen
- das sogenannte Wartezimmer für den Euro.

Kroatien und Bulgarien müssen nun mindestens zwei Jahre ohne größere

Schwierigkeiten an dem Mechanismus teilnehmen. Das heißt unter
anderem, dass sie nicht von sich aus ihre Währung gegenüber dem Euro
abwerten dürfen. Der Kurs darf nur innerhalb bestimmter Grenzen
schwanken. Gelingt ihnen das, könnten nach den zwei Jahren alle
Voraussetzungen für den Beitritt zum Euro erfüllt sein. Beide Staaten
bemühen sich darum seit Jahren.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen betonte, mit dem Beschluss
würden die wichtigen Wirtschaftsreformen in Bulgarien und Kroatien
anerkannt. Und er zeige, dass der Euro attraktiv bleibe. «Wir werden
die beiden Länder auf der nächsten und abschließenden Etappe auf
ihrem Weg zum Beitritt zum Euro-Währungsgebiet weiter unterstützen»,

erklärte von der Leyen.

Nach den EU-Verträgen sind alle Mitgliedsstaaten bis auf Dänemark zum
Beitritt zur Gemeinschaftswährung verpflichtet, sobald sie die
Voraussetzungen erfüllen. Mehrere Staaten verfolgen dies aber nicht
mit Nachdruck. Derzeit bezahlt man in 19 der 27 EU-Staaten mit dem
Euro, der seit 2002 Zahlungsmittel ist.



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