Relativ wenig Akademiker aus Nicht-EU-Ländern zieht es nach Thüringen

24.07.2020 17:05

Erfurt/Nürnberg (dpa/th) - Thüringen hat im vergangenen Jahr 239
Akademikern aus Nicht-EU-Staaten eine befristete Arbeits- und
Aufenthaltsgenehmigung erteilt. Das geht aus einer am Freitag
veröffentlichten Statistik des Bundesamtes für Migration und
Flüchtlinge (Bamf) hervor. Thüringen gehört damit zu den
Schlusslichtern bei der Vergabe der sogenannten Blauen Karte für hoch
qualifizierte Nicht-EU-Ausländer. Nur Mecklenburg-Vorpommern (224)
und das Saarland (151) vergaben weniger Blaue Karten.

Die Blaue Karte der Europäischen Union wurde in Deutschland 2012
eingeführt. Sie gewährt zunächst befristetes Aufenthalts- und
Arbeitsrecht für Hochqualifizierte.

Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss, eine Arbeitsplatzzusage in
Deutschland sowie ein bestimmtes Mindesteinkommen. Von den anderen
ostdeutschen Flächenländern hat Sachsen im vergangenen Jahr die
meisten Genehmigungen erteilt, 929 Spezialisten aus Ländern außerhalb
der Europäischen Union kamen in den Nachbarfreistaat.

Bundesweit stieg die Zahl der Nicht-EU-Ausländer, die über die Blaue
Karte nach Deutschland gekommen sind, im vergangenen Jahr um 14,6
Prozent auf 31 220. Die meisten Akademiker wandern nach Bayern ein
(21,3 Prozent), gefolgt von Baden-Württemberg (16,2),
Nordrhein-Westfalen (15,8) und Berlin (14,7). Ein Viertel der
Genehmigungen gingen an Inder, gefolgt von Chinesen, Russen
und Türken. Nach fünf Jahren kann eine dauerhafte
Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden



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