Euro kostet erstmals seit September 2018 mehr als 1,17 Dollar

27.07.2020 07:33

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs zieht zum Wochenstart weiter an
und baut damit die Gewinne der vergangenen Tage und Wochen aus. Im
frühen Handel stieg der Euro erstmals seit Herbst 2018 wieder über
die Marke von 1,17 US-Dollar - in der Spitze kostete er bis zu 1,1725
Dollar. Zuletzt notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei
1,1702 Dollar und lag damit aber noch immer deutlich über dem Niveau
vom Ende der vergangenen Woche.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am
Freitagnachmittag auf 1,1608 (Donnerstag: 1,1569) Dollar festgesetzt.
Der Euro konnte im Vergleich zum Dollar vor allem wegen der hohen
Zahl von Neuinfektionen in den USA und der Sorge vor den Auswirkungen
der Pandemie auf die US-Wirtschaft zulegen. Außerdem wurde der Dollar
durch die weitere Eskalation des Konflikts zwischen China und den USA
belastet.

Anfang Juli hatte der Euro noch rund 1,12 Dollar gekostet. Wegen des
Corona-Crashs an den Finanzmärkten war die Gemeinschaftswährung sogar
zeitweise unter die Marke von 1,07 Dollar gefallen. Denn: Zu Beginn
der Corona-Krise war die US-Währung als sicherer Hafen von Anlegern
stärker nachgefragt worden.



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