Deutschland schickt Fregatte für Libyenembargo-Einsatz ins Mittelmeer

28.07.2020 03:50

Brüssel/Wilhelmshaven (dpa) - Deutschland wird in der kommenden Woche
eine Fregatte für den EU-Marineeinsatz zur Überwachung des
UN-Waffenembargos über Libyen ins Mittelmeer entsenden. Nach
Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden an Bord der
«Hamburg» etwa 250 Soldaten sein. Sie sollen Mitte August im
Einsatzgebiet eintreffen.

Ziele der Operation Irini sind die Stabilisierung des
nordafrikanischen Bürgerkriegslandes Libyen sowie die Unterstützung
des UN-geführten politischen Friedensprozesses. Neben Waffenschmuggel
soll sie auch Ölschmuggel verhindern.

In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar
al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkrieg. Die Regierungstruppen werden
maßgeblich von der Türkei unterstützt, ihre Gegner von Ägypten, den

Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland. Alle Versuche, in dem
Konflikt zu vermitteln, blieben bisher erfolglos - darunter auch eine
Libyenkonferenz in Berlin im Januar.



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