Eurokurs nach Höhenflug leicht gefallen

28.07.2020 17:12

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro hat nach dem Höhenflug der
vergangenen Tage am Dienstag etwas nachgeben. Am Nachmittag wurde der
Euro bei 1,1716 US-Dollar gehandelt. In der Nacht hatte er noch
kurzzeitig bei 1,1774 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank
(EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1717 (Montag: 1,1760) Dollar
fest. Der Dollar kostete damit 0,8535 (0,8503) Euro.

Am Montag war der Eurokurs noch zeitweise bis auf 1,1781 Dollar
gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit September 2018. Die
Gemeinschaftswährung hatte bis zum Montag von einer breiten
Dollar-Schwäche profitiert und einem gestiegenen Vertrauen in den
Euro nach dem jüngsten Gipfel der Europäischen Union.

Am Dienstag stabilisierte sich der Dollar. Ein überraschend schwaches
Verbrauchervertrauen in den USA im Juli belastet die Währung nicht.
Vielmehr stützte die Hoffnung auf ein neues Corona-Hilfspaket in den
USA den Dollar nach der jüngsten Talfahrt. In der Nacht zum Dienstag
hatten US-Republikaner ihren Vorschlag für Hilfsmaßnahmen im Umfang
von rund einer Billion US-Dollar (860 Milliarden Euro) vorgestellt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,90968 (0,91340) britische Pfund, 123,34 (123,88)
japanische Yen und 1,0758 (1,0838) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1950
Dollar gehandelt. Das waren etwa 8 Dollar mehr als am Vortag. Mit
1981 Dollar hat der Goldpreis zeitweise einen Rekordstand erreicht.



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