Corona-Krise: EU-Länder weiten Einreisebeschränkungen wieder aus

30.07.2020 16:18

Brüssel (dpa) - Die EU-Länder weiten die wegen der Corona-Pandemie
verhängten Einreisebeschränkungen wieder leicht aus. Nach einem am
Donnerstag veröffentlichten Beschluss der EU-Staaten werden von
diesem Freitag an Reisende aus Algerien nur noch dann in die EU
kommen dürfen, wenn dies zwingend notwendig ist. Lediglich Menschen
aus elf Ländern dürfen demnach noch normal in die EU einreisen. Zu
den Staaten gehören Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko,
Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle
EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen,
Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige
Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Anfang Juli wurde dieser
Einreisestopp dann erstmals wieder gelockert.

Grundsätzlich ist er ohnehin nicht bindend. Mehrere EU-Staaten legen
die Empfehlungen so strenger aus. So hat Deutschland auch bisher
keine zwingend notwendigen Einreisen aus Algerien zugelassen. Die
Infektionsrate in dem nordafrikanischen Land war in den vergangenen
Wochen ansteigend.

Grundlage der EU-Liste ist vor allem die Zahl der neuen
Covid-19-Fälle in den vergangenen 14 Tagen pro 100 000 Einwohner. Sie
soll nahe am oder unter dem EU-Durchschnitt liegen. Aber auch
Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, der Trend der
Infektionszahlen und die allgemeine Reaktion des jeweiligen Landes
auf die Pandemie spielen eine Rolle. Für Staaten, aus denen Bürger
noch nicht wieder einreisen dürfen, sind Ausnahmen vorgesehen - etwa
für EU-Bürger und ihre Familien.



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