Woidke mahnt zum Ausbau der EU als Friedensprojekt

30.07.2020 16:33

Potsdam (dpa/bb) - Zum 75. Jahrestag des Potsdamer Abkommens hat
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die EU-Staaten
dazu aufgerufen, die europäische Einheit fortzuführen. «Die Lehren
von Potsdam liegen auf der Hand: den Frieden immer und überall
verteidigen, mit Dialog und Diplomatie Konfrontation vermeiden, die
Europäische Union als Friedens- und Einheitsprojekt des Kontinents
stabilisieren und ausbauen», erklärte Woidke anlässlich der
Unterzeichnung vor 75 Jahren am kommenden Samstag (1. August). «Das
sind wir den Opfern der grausamen Kriege des vergangenen Jahrhunderts
auf immer schuldig.»

Im Schloss Cecilienhof hatten die Siegermächte Sowjetunion, USA und
Großbritannien nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom 17. Juli bis
zum 2. August 1945 die Aufteilung Deutschlands und Europas
beschlossen. Woidke, der amtierender Bundesratspräsident ist, nannte
das Abkommen einen historischen Meilenstein. Erst 45 Jahre später sei
es mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag - der völkerrechtlichen Zustimmung
der ehemaligen Besatzungsmächte zur deutschen Wiedervereinigung -
vollendet worden. Die Sonderausstellung «Potsdamer Konferenz 1945 -
die Neuordnung der Welt» zeigt im Schloss Cecilienhof in Potsdam bis
zum 31. Dezember Bilder und Dokumente von Teilnehmern in einer
multimedialen Zeitreise.



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